In der Wechelzone pumpten wir die Reifen auf, positionierten Flaschen und PowerBars am Rad und dann ging es schon wieder zurück aufs Hotelzimmer. Auf unserem kleinen Balkon genossen wir noch für ein paar Minuten die Vor-Renn-Athmosphäre, kauten einen PowerBar und hörten ein paar Takte Musik zur Entspannung. Kurz nach sechs Uhr packten wir die letzten Sachen zusammen und starteten mit halb angezogenen Neoprenanzügn endgültig zum Strand.
Der Startschuss der Profis fiel um 6:45 Uhr, somit standen uns zehn Minuten zum Einschwimmen zur Verfügung. Kurz vorher hatte ich mich von Jensen verabschiedet. Er wollte von ganz links aus ins Rennen starten, um der "Waschmaschine" aus dem Wege zu gehen. Ich ordnete mich rechts ein, weil ich hier die guten Schwimmer vermutete. Um 7 Uhr fiel der Startschuss - eine Erlösung! Auf diesem Moment hatten wir wochenlang hin trainiert. Endlich racen!

Die ersten 67 Kilometer bis zum Fuß des Richter-Passes fuhr ich locker-zügig, um nicht schon hier zu überpacen. Das Stück ist tückisch: Es geht leicht bergab abgingen und wir hatten zudem Rückenwind. Erst in der Steigung zum Richter-Pass fing das Rennen also an! Es sind vier Anstiege mit maximal 7 Prozent Steigung. Anschließend folgen sieben weitere Wellen mit Gegenwind, die ich auch noch gut überstand.
Die ersten Kilometer gingen schwer, aber irgendwie fand ich meinen Rythmus auf der welligen Laufstrecke und es lief richtig gut. Nach dem Wendepunkt bei Meile 14.5 kam mir Jensen entgegen. Leider sah er nicht mehr so glücklich aus. Er hatte Probleme, seinen Energiehaushalt aufrecht zu halten, da er nichts richtig zu sich nehmen konnte. Diese Probleme hatte ich dieses Mal zum Glück nicht. Zum ersten Mal seit vielen Jahren konnte ich aus dem Vollem schöpfen. Alles klappte gut, ich hatte keine Magenprobleme und konnte die nötigen Kohlenhydrate aufnehmen. Für dieses Rennen hatte ich meine gewohnte Ernährung auf dem Rad und beim Laufen umgestellt und somit mal was Anderes ausprobiert. Die zweite Hälfte des Marathons war trotzdem hart, denn neben den teils recht steilen Hügeln kam nun auch noch Gegenwind dazu. Trotzdem konnte ich einen fast konstanten Marathon laufen und verlor auf dem Rueckweg nur zwei Minuten.

Wir sind beide richtig happy über unser Abschneiden beim IRONMAN CANADA - und haben die Quali für den IRONMAN HAWAII nicht angenommen. ;-)
Unseren Urlaub geniessen wir schon in vollen Zuegen. Am Dienstag ging unser Flieger von Penticton nach Vancouver und jetzt reisen wir durchs Land.
In diesm glücklichen Sinne,
Jensen und Andresen
Unter dem Vorwand, er "habe Rücken", ließ er mich die Knochenarbeit machen und fummelte nur ein wenig mit den Montierhebeln rum. Nein, im Ernst: den Job hätte einer allein gar nicht hinbekommen. 




















